Warum Afrika?

Heute sitze ich auf dem Balkon, schaue über die Felder hinterm Haus und frage mich wieder einmal selbst: Warum Afrika? Was genau ist es, Yasin, das du seit deinen ersten Reisen so sehr vermisst?

Denn oft sitzen wir da – mit „wir“ meine ich meine Frau Alexa und mich –, schwelgen in Erinnerungen und erzählen uns von Momenten im östlichen und Südlichen Afrika. Überall in der Wohnung finden sich Bilder, Figuren und sonstige Andenken, zum Beispiel eine Giraffe aus Stein – ein Geschenk aus Angola! Zuhause läuft oft der CouchSafari Podcast und auf dem Fensterbrett gedeihen die Gem Squash, eine Kürbisart aus Südafrika. Und nun arbeite ich auch noch für ein Reiseunternehmen, das auf viele verschiedene Reisen in afrikanische Länder spezialisiert ist. Wie du siehst, ist das südliche und östliche Afrika in unserem Leben sehr präsent - aber woher kommt diese tiefe Verbundenheit eigentlich? Gehen wir zurück an den Anfang...“

Teil 2: Das Homecoming-Gefühl

2019 unsere erste Reise ins große Weite Afrika. Trotz Flugangst packte ich all meinen Mut zusammen und erfüllte mir meinen Kindheitstraum – die Serengeti! Wer kennt sie nicht, die Szenen aus einer guten Tansania-Doku mit den großen Gnu- und Zebraherden (Great Migration)? Genau das wünschte ich mir auch zu sehen … dass der Reisezeitpunkt mit diesem Phänomen nicht zusammenpasste, merkte ich ziemlich schnell nach der Buchung.

Und trotzdem erwartete uns eine völlig andere Welt mit neuen Kulturen, wilden Tieren und völlig neuen Eindrücken, die einem irgendwie trotzdem bekannt vorkommen. Aber woher? Spulen wir mal ganz weit zurück in die Kindheit: Es ist der Elefant und die Giraffe in den ersten Babybüchern, der König der Löwen-Film, der auch dem härtesten Papa Tränen in die Augen fließen lässt, und auch die Sage, dass wir ja eigentlich alle aus Afrika stammen (ob das wahr ist, darf jeder für sich selbst entscheiden). Was ich aber damit sagen möchte, ist: Die Begeisterung für das Ferne wird schon in unseren ersten Jahren geweckt, und so fühlte sich meine erste Reise nach Tansania schon quasi wie ein Homecoming an.

Teil 3: Südliches Afrika

Meine Begeisterung für diesen Kontinent war von da an nicht mehr zu bremsen. Gemeinsam gingen wir durch eine Pandemie und stiegen dann voller Vorfreude 2022 in den Flieger in Richtung Namibia.

Ab sofort werdet ihr merken, dass ich von nun an nicht mehr „Afrika“ sage, sondern meist von Namibia spreche – denn bei dieser Reise waren wir ja schon sozusagen Afrika-Profis und wussten, dass Afrika kein Land ist und Tiger aus Asien stammen ;-).

Angekommen in Windhoek lernten wir Hardy kennen, unseren Guide (über ihn würde es sich lohnen, ein Buch zu schreiben). Schnell merkte ich, dass wir die gleiche Sprache sprechen – nicht nur Deutsch, sondern frei Schnauze. Und so wuchs Hardy uns schon nach wenigen Stunden so sehr ans Herz, dass meine Frau und ich am selben Abend im Hotelzimmer beschlossen, ihn auf unserer dreiwöchigen Reise überallhin mitzuschleppen, wo wir eben hinwollten … er reiste mit uns als Freund und nicht als Dienstleister!

Dank dir, mein Freund, durften wir Namibia nicht nur kennen-, sondern lieben lernen!

Und so fuhren wir durch die Kalahari über die Dünen der Namib und fanden uns im kleinen Swakopmund wieder. Eine kleine Küstenstadt mit deutschen Gebäuden, deutschen Straßennamen und deutschen Restaurants - wer sich im Vorfeld mit Namibia auseinandersetzt wird schnell merken das die deutsche Geschichte in Namibia ziemlich groß ist… hierauf möchte ich nicht weiter ein gehen da ich

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Hochzeitstag unter Füchsen.